Fun Sport – Die Qual der Wahl

Wenn man einmal die Auswahl der Fun Sport Geräte & Fun Sport Arten im 21. Jahrhundert mit denen der 1970er, 1980er vergleicht, stellt man schnell fest, dass es heutzutage eine viel größere Auswahl unterschiedlicher Fun Sport Geräte gibt. Man braucht sich nur mal Rollschuhe und Skateboards anzuschauen. Während in den siebziger und achtziger Jahren Rollschuhe und Skateboards so ziemlich die einzigen Fun Sport Geräte auf dem Markt waren, gibt es heutzutage ganz unterschiedliche Arten und Modelle. Die ursprünglichen Rollschuhe hatten vier Rollen unter jedem Schuh; zwei vorne, zwei hinten. Mit dem Stopper, der an einem der Schuhe vorne montiert wurde, konnte gebremst werden. In den 1990er Jahren wurden Rollschuhe weiter entwickelt und die Inlineskates kamen auf den Markt. Diese hatten zwar auch vier Rollen, waren aber aus besserem Material erstellt und besaßen wesentlich bessere Kugellager. Die Rollen waren im Gegensatz zu den ursprünglichen Rollschuhen in einer Linie hintereinander angeordnet, daher auch der Name „Inline-Skates“. Seit ein paar Jahren gibt es nun wieder Rollschuhe, bei denen die vier Rollen nicht mehr hinter einander sondern wieder zwei vorne zwei hinten angeordnet sind. Die sogenannten Skorpion Skates sind so gebaut, dass man sie mit einer Bindung an den eigenen Schuhen befestigen kann.

 

Auch im Wasser hat sich viel getan. Neben dem Windsurfen erfreut sich das Wellenreiten auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Ein Surfboard kann man mittlerweile in vielen verschiedenen Größen und Designs kaufen. 

 

Auch die Skateboards haben als Fun Sport Geräte eine (r)evolutionären Entwicklung in den letzten 30-40 Jahren vollzogen. In den siebziger Jahren, damals noch "Rollbrett" genannt, waren es einfache Bretter mit zwei Achsen und vier Rollen. Dies blieb auch viele Jahre so bis Anfang des 21. Jahrhunderts neue Konzepte für Skateboards entwickelt wurden. Die so genannten Waveboards haben nur noch zwei Rollen; eine vorne eine hinten und ein bewegliches Mittelteil. Durch ein gleichmäßiges hin und her Bewegen der Beine, kann man mit diesem Board beschleunigen, ohne einen Fuß auf den Boden setzen zu müssen. Ein ähnliches Prinzip nutzen die so genannten X-lider. Der X-lider besteht aus zwei Fußplatten mit je einer Rolle, die nicht miteinander verbunden sind. Durch eine gegenläufige Bewegung der Beine kann der Fahrer den entsprechenden Schwung aufbauen ohne sich mit den Füßen abstoßen zu müssen.

 

Im Zuge der Revolution der Elektroantriebe bei Kraftfahrzeugen, gibt es nun auch mit Elektroantrieben ausgestattete Skateboards. Diese Elektroskateboards werden über einen Elektroantrieb an der Hinterachse angetrieben. Man könnte sich jetzt schwertun dies als eine Fun Sport Art zu bezeichnen, besteht doch die einzige sportliche Betätigung des Fahrers darin, mit dem Zeigefinger den Hebel der Fernbedienung zu bedienen. Es zeigt sich jedoch, dass sich rund um das Elektroskateboard ein neuer Fun Sport entwickelt, der die Stabilität und das Gewicht des Elektroskateboards nutzt um darauf zum Beispiel einen Handstand und andere artistische Kunststücke zum performen.

 

 

"Gefährliche Rollbretter" in der Tagesschau von 1977