Slacklinen

Eine Funsportart, die Mitteleuropa und Deutschland immer mehr und mehr ergreift, ist das Slacklinen (oder: Slacklining). Übersetzt heißt es „Schlappseilen" und sagt damit auch direkt aus, worum es bei der Funsport-Art aus den USA geht. In den Vereinigten Staaten ist Slacklining bereits Anfang der 80er Jahre entstanden.

 

Beim Slacklining geht es vor allem um das Training von Balance, Koordination und Konzentration auf sich selbst und seine eigenen Bewegungen und deren Auswirkungen auf das Seil. Auf den ersten Blick erinnert das Laufen und Bewegen auf dem dickeren Gummiseil an das Seiltanzen, das jeder wohl schon einmal im Zirkus gesehen hat. Allerdings unterscheidet sich das Seil deutlich von dem der Seiltänzer, denn beim Slacklinen benutzt man ein gummiartiges breiteres Band (Stärken des Seiles je nach Können in unterschiedlichen Varianten erhältlich), das sich unter dem Sportler dehnt.


Praktisch am Slacklinen ist, dass man bestimmte Ausprägungen der Sportart (siehe weiter unten) quasi überall spontan ausführen kann, wo man zwei Fixpunkte hat, an denen man das Seil befestigen kann. Aufgrund der starken Konzentrations- und Balanceherausforderung ist diese Funsportart auch ideal als Ergänzung für Kletterer, Kampfsportler und Reiter.

 

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Mittlerweile haben sich verschiedene Unterarten des Slacklinens herausgebildet:


Das Trick- oder auch Lowlining ist sehr einfach durchzuführen, da keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen. Das Seil (die Line) ist relativ niedrig / flach gespannt und eignet sich daher sehr gut zum Erlernen des Sports oder auch zum Tricks einüben. Der Untergrund sollte dabei nicht gerade asphaltiert sein, damit sich das Verletzungsrisiko in Grenzen hält.


Eine weitere Unterart ist das Longlining, bei dem die Distanz, die durch das Seil überspannt wird, besonders groß ist. Dadurch können große Schwingungen des Materials entstehen, weswegen diese Lines auch nur durch Profis aufgebaut werden sollten.


Genau wie die Highlines, die durch Höhen von bis zu einigen hundert Meter bestechen. Dabei sollte man unbedingt auf eine Sicherungsschlinge achten, die man mit einem Karabiner befestigt.


Außerdem gibt es noch die Jumplines, die ein straffer gespanntes Seil haben, damit man von und auf das Seil verschiedene Salti oder auch zu parallel gespannten Lines springen kann. Aber auch die Waterlines, die über Wasserflächen aufgebaut werden, erfreuen sich immer mehr Beliebtheit, vor allem jetzt im nahenden Sommer. Die Schwierigkeit daran ist, dass der Untergrund bei diesem Slacklinen nicht starr ist und man so mit den Schwingungen des Untergrundes und des Seils seine Tricks und Bewegungen koordinieren muss.

 

Die Waterlines eignen sich sehr gut, um Sprungtricks einzustudieren und zu perfektionieren, da der Sprung ins Wasser weniger schmerzhaft ausfällt, wenn man richtig landet. Dabei sollte man aber vorab darauf achten, dass das Wasser unter der Line auch tief genug ist.
Eine besondere Ausprägung des Slacklinens ist das Rodeo- oder Freestylelinen, bei dem das Seil besonders stark durchhängt und dadurch das Ausbalancieren des eigenen Schwerpunktes noch schwieriger ist.


Für die besonders guten Slackliner sind auch die Night- oder Darklines eine spezielle Herausforderung. Hierbei balanciert der Sportler im Dunklen auf der Line und muss sich dabei nur auf sein Gespür, Gehör und Balancegefühl verlassen. Hierbei ist auch eine Sicherung anzuraten.

Mittlerweile hat sich das Slacklinen in Deutschland so stark verbreitet, dass es sogar schon Treffen der Slackliner, so genannte Slackfeste, gibt.

 

 

 

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