Segway

Viele neue Trends kommen aus den Vereinigten Staaten. So auch die neue „Sportart" des Segway Rollers, einem Elektro-Roller, der für die Beförderung einer einzelnen Person gedacht ist.


Dieses Fortbewegungsmittel wird bereits seit 2001 in den USA hergestellt und ist sowohl für die Benutzung in der Stadt als auch für den Einsatz im Gelände geeignet, da er auch in unterschiedlichen Ausführungen, was man vor allem an den unterschiedlichen Rädern erkennt, erhältlich ist.

 

Das Gerät besteht aus zwei nebeneinander angeordneten Rädern (Gesamtbreite des Rollers ca. 85 Zentimeter), die mit einer Standplattform, die etwa 25 cm hoch ist, verbunden ist. An der Standfläche ist die Lenkstange befestigt, in der sogar eine Diebstahlsperre eingebaut ist. Das Gerät erreicht Geschwindigkeiten von bis zu zwanzig Kilometer pro Stunde und mit der Ladung eines Akkus kommt man ungefähr 38 km auf asphaltierten Straßen. Durch den Elektroantrieb des einzelnen Rades ist er sehr leise während der Benutzung. Das Gerät wiegt etwa 55 Kilogramm und ist für Personen zwischen 45 und 110 Kilogramm zugelassen.

 

Die Bedienung ist gleichzeitig kinderleicht und schwierig zugleich. Denn man steuert sowohl die Geschwindigkeit als auch die Richtung nur durch die Verlagerung des Körpergewichtes. Lehnt man sich nach vorne, beschleunigt man, lehnt man sich zurück, bremst man und möchte man Kurven fahren, muss man sich dazu nur leicht nach rechts oder links verlagern mit dem eigenen Schwerpunkt. Die Schwierigkeit an dieser eigentlich einfachen Bedienung, liegt in dem Gefühl für die Verlagerung des eigenen Schwerpunktes. So kann es auch schnell passieren, dass man denkt, nicht mehr anhalten zu können oder sehr stockend losfährt. Vor allem beim Bergabfahren denkt man, dass die Motorbremse nicht wirklich effektiv ist, da man sich sehr weit zurücklehnen muss, um eine Bremswirkung zu spüren. Daher sollte man anfangs vor allem auf ebenen Flächen üben, um ein Gefühl für das Gerät zu erhalten, bevor man damit Ausflüge über Stock und Stein unternimmt. Außerdem ist auch Schutzkleidung bei jedem Benutzen unbedingt erforderlich. Neben den Gelenkschonern sollte man auch auf den richtigen Helm achten, da Stürze mit dem Segway Roller oftmals sehr schmerzhaft enden. Wenn man sich allerdings an die Bedienung des Gerätes gewöhnt hat, ist die Fortbewegung damit sehr entspannt und man hat das Gefühl, man schwebt 25 Zentimeter über dem Boden.

 

Die Erfindung des Segway Rollers erobert langsam auch den Tourismus. Erstmals habe ich diesen Roller auf Mallorca in einem Golfhotel (Son Gual) gesehen, wo damit die Mitarbeiter über den Golfplatz gefahren sind. Aber auch in Deutschland findet man mittlerweile sehr viele Angebote zu Erlebnistouren, z. B. an der Ostsee rund um Warnemünde, und Stadtrundfahrten mit dem Gerät wie z.B. in Berlin und Hamburg. Außerdem eignet sich der Segway Roller auch sehr gut für Firmenausflüge, da er aufgrund der innovativen Bedienung allein durch das eigene Körpergewicht etwas Besonderes darstellt und so auch die Teams der Unternehmen etwas gemeinsam erlernen und erleben können.

 

Im Straßenverkehr ist die Rolle des Segway Rollers noch relativ neu und dadurch auch etwas schwieriger. In den Vereinigten Staaten wurde für den Segway Roller eine eigene Fahrzeugklasse eingeführt. In Deutschland durfte er anfangs nur mit Ausnahmeregelungen fahren. Mittlerweile gibt es aber die Zulassungsverordnung, dass man ein Versicherungskennzeichen und einen Führerschein für ein Mofa haben muss, um dieses Transportmittel zu benutzen. Allerdings ist das Fahren im Straßenverkehr wirklich nur sehr geübten Segway Fahrern zu empfehlen, da das schnelle Reagieren für Anfänger oft sehr schwer fällt, da das Gerät auch eine gewisse Verzögerungszeit hat. Außerdem sollte man auch darauf achten, wenn man auf Fußgängerwegen unterwegs ist, dass man mit nicht mehr als sechs Kilometer pro Stunde unterwegs ist, damit die Fußgänger auch noch eine Chance haben, da diese oftmals noch sehr erstaunt sind beim Anblick des Rollers und so noch langsamer reagieren beim Platz machen.


Ein Nachteil des Fortbewegungsmittels ist der relativ hohe Preis, wenn man es direkt kaufen möchte. Die Preise beginnen bei ca. 8.000 Euro neu.
Vertriebspartner bieten aber oft auch ein Leasing der Geräte an. Und für den Hobby-Nutzer gibt es mittlerweile auch einige Vermietstationen.

Wer einfach nur mal ein Segway gefahren haben möchte, der kann das entweder über Miet- bzw. Erlebnisgutscheine machen. Die gibts z.bB bei amazon.de

Erlebnisse kann man auch bei mydays.de buchen